„Bauen mit den Sinnen“
Rudolf Olgiati und sein Nachlass. Die Olgiati Stiftung Flims engagiert sich nach wie vor intensiv für die angemessene Erhaltung, Kultivierung und Ausstellung des wertvollen Nachlasses von Rudolf Olgiati (1910-1995). Bis 1995 hat der Architekt Rudolf Olgiati in Flims gewohnt und gearbeitet. Gleichzeitig hat er
eine beträchtliche Anzahl an Kulturgütern gesammelt – von der Türe zum Fenster, von der Truhe bis zum Stuhl sind zahlreiche historische „Bauelemente“ zusammen getragen worden.
Die inzwischen sorgfältig gereinigten und inventarisierten 1500 Objekte von grossem, historischem Wert – sollen in der Zukunft möglichst an einem gebührenden Ort szenografisch gezeigt werden. Kurz vor seinem Tode hat Olgiati die Sammlung an die Gemeinde vermacht.
Mit der Auflage, das mitten im Dorf stehende „Gelbe Haus“ nach seinem Geschmack zum Ausstellungsort umzubauen, und insbesonders „es von zuoberst bis zuunterst weiss anzustreichen“.
Sein Sohn, der international bekannte Architekt Valerio Olgiati, wurde mit der Neugestaltung des Hauses beauftragt. Seit dem Jahre 2000 ist das Gelbe Haus Flims nun ein Ort für Ausstellungen. Die Themenbereiche umfassen sowohl die Alltagskultur, wie auch Kultur in den Bereichen Kunst, Medien, Architektur, und Design.
Das neue „Schaudepot Rudolf Olgiati“ soll im benachbarten, nicht mehr gebrauchten Stall adäquat eingerichtet werden. Das Schaudepot soll in Zusammenhang mit dem Ausstellungshaus „Das Gelbe Haus Flims“ geführt werden. Ein kleines Café soll die Räume zusätzlich bereichern.
Ticketing, Infrastruktur und Zugang werden gemeinsam gelöst.
In der Projektaufgabe steht der Entwurf des Raumes im Vordergrund. Im geplanten Umbau ist ein Ort zu schaffen, der die Besucher zum verweilen einlädt und sich idealerweise zu einem weiteren Treffpunkt im Dorf entwickelt. Die räumliche Anordnung, der Bezug zum Bestand, die Farb und Materialwahl und deren Bearbeitung, so wie die Setzung und Wahl des Kunstlichts spielen dabei eine grosse Rolle. Es ist ein Ausstellungsraum mit Café zu entwerfen,
welches nebst Architekten aus aller Welt auch Touristen und Bewohner zu begeistern vermag. Ausgehend von einer starken Projektidee, ist im Laufe des Semesters die Aufgabe bis zur Detaillierung weiter zu entwickeln.

Perspektivischer Schnitt







